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Die meisten Menschen kennen Kristall vor allem in Form von Gläsern auf einem festlichen Tisch oder am Kronleuchter. Dabei handelt es sich um eine spezielle Sorte Glas, die nach strengen Richtlinien angefertigt wird und deshalb von besonders hoher Qualität ist. Dementsprechend ist auch der Wert von Kristallglas um ein Vielfaches höher, als es bei normalem Glas der Fall ist. Der bekannteste Hersteller für solches Glas ist die Firma Swarovski, die in der Schweiz ansässig ist. Sie stellt nur zu einem kleinen Teil Trinkgläser her. Der größte Teil des Sortiments besteht aus Schmuckstücken oder kristallinen Figuren, die man in einer Vitrine aufbewahrt. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1882, als Daniel Swarovski die Kristallschleifmaschine erfand. Mit ihr wurde es erheblich einfacher, das hochwertige Glas zu bearbeiten. Seinen Durchbruch hatte das Unternehmen in den 1930er Jahren, als es möglich wurde, Kristalle auf Armbändern anzunehmen. Dadurch wurde der durchsichtige Stein ein bedeutsames Accessoire der Mode, und Swarovski machte sich einen Namen.
Gemeinsam mit angesagten Modedesignern entwickelte Swarovski innerhalb weniger Jahre ganze Kollektionen von Schmuck. Dazu gehörten nicht nur die bereits erwähnten Armbänder, sondern auch Halsbänder, Ketten, Ohrringe und Fingerringe. Da das teure Kristallglas sehr viel weniger kostet als ein Diamant, wurde so auch für die Durchschnittsfrau kostbarer Schmuck erschwinglich. In den 1970er Jahren erweiterte man das Sortiment dann um die ersten Kristallfiguren. Dabei handelte es sich zum Beispiel um kleine Hasen oder Mäuse, die nur wenige Zentimeter hoch waren. Diese Figuren waren so beliebt, dass man Mitte der 1980er Jahre eine eigene Gesellschaft für Kristallsammelfiguren gründete. Ihr gehören heute mehr als 350.000 Menschen weltweit an. Zehn Jahre später eröffnete Swarovski die Kristallwelten. Dabei handelt es sich nicht nur um ein Museum, in dem die bedeutendsten Sammlerstücke ausgestellt werden. Besucher können sich hier auch darüber informieren, wie ein Kristall entsteht und wie er bearbeitet wird. Die Kristallwelten befinden sich im Tiroler Ort Wattens.








